Ein Tag im Wald im Spätherbst/Winter

Wir haben das ganze Jahr über Kontakte zu Waldpächtern,Besitzern und Forstbetrieben mit Haselfichtenbestand aufgenommen und erfahren, wo schöne und für uns geeignete Bäume für den Alphornbau gefällt werden könnten. Nun ist es an der Zeit diese zu besichtigen und zu entscheiden, ob dies tatsächlich genau die richtigen Bäume für uns sind.

An einem Tag in den Monaten Oktober und Dezember geht es sehr früh morgens los. Wenn wir mit dem Auto unseren Treffpunkt mit dem Waldbesitzer erreicht haben geht es dann zu Fuss zum Bestand. Denn die qualitativ besten Haselfichten sind meist in höheren Lagen (ab 1000 Meter über dem Meeresspiegel) in forstlich wenig genutzten Gebieten häufiger zu finden.

Die Haselfichte ist eine selten vorkommende Wuchsform der einheimischen Fichte mit einer besonderen Holzstruktur. Die Rinde ist meist längsrissig aufgespalten. Eindeutiger zu erkennen sind Haselfichten jedoch unter der Rinde, an den Längsrillen. Im Querschnitt des Stammes ist zu erkennen, dass die Jahresringe schmal und verzahnt sind. Durch ihre feine und gewellte Maserung dauern Töne und Schwingungen länger an. Dies macht die Haselfichte zu einem exzellenten Klangholz und wird im Instrumentenbau gern eingesetzt.

Nachdem entschieden ist, für welche Bäume wir uns entscheiden, wird gefällt.

Wir verwenden ausschliesslich Mondholz. Das heißt unser Holz wird in dem Monat Dezember und auch nur an Neumondtagen geschlagen. Dieses Holz enthält weniger Wasser in den Stämmen, was es fester und weniger brüchig macht. Damit wird dafür gesorgt, dass die hohe Qualität und Vorzüge der Haselfichte erhalten bleiben.

Nachdem die Rinde des Klangholzes entfernt wurde, was verhindern soll, das z. B. Käfer in das Holz eindringen, werden die Stämme schneebedeckt direkt im Wald gelagert.

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